„Bei den diesjährigen JAV-Wahlen hat der BSBD erneut beeindruckende Ergebnisse erzielen können“, freute sich BSBD-Landesvorsitzender Peter Brock nach der Auszählung der Stimmen. Begünstigt wurde der Erfolg natürlich auch dadurch, dass die gewerkschaftliche Konkurrenz vielfach auf die Einreichung von Wahlvorschlägen verzichtet hatte.

Damit wurde überwiegend nach den Grundsätzen der Persönlichkeitswahl gewählt. Für den Bereich der Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung war dies nicht ganz unproblematisch, weil es für die Kandidatinnen und Kandidaten nicht einfach war, sich über den eigenen beruflichen Wirkungskreis hinaus bekannt zu machen.

Die regionale Ausgewogenheit des Ergebnisses des Urnenganges überraschte durchaus. „Die starke Orientierung und Ausrichtung der gewerkschaftlichen Jugendarbeit des BSBD auf die spezifische Interessenlage der Nachwuchskräfte haben die erhofften Früchte getragen“, erklärte Peter Brock.

Sachkompetenz, Verlässlichkeit und Engagement werden bei den Strafvollzugsbediensteten in Nordrhein-Westfalen von den BSBD-Mandatsträgern erwartet und gerade in schwierigen Zeiten auch eingefordert. Einen solchen erneuten Vertrauensbeweis, haben die BSBD-Kandidatinnen und Kandidaten durch das Wahlergebnis erhalten.

Wenn für die Mandatsträger konkurrierender Organisationen bei einem Urnengang nicht wenigsten Freistellungen vom Dienst winken, ist die Beteiligung erkennbar mau geworden. Vermutlich sind die Beweggründe der Vertreter der mit dem BSBD konkurrierenden Interessenvertretungen nicht derart selbstloser Natur, wie sie immer glauben machen wollen. Auch bei der Wahl der Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung beim NRW-Justizministerium haben sie sich erneut gar nicht erst beteiligt. Da sind die BSBD-Kandidatinnen und Kandidaten aus anderem Holz geschnitzt. Sie engagieren sich auch dann, wenn keine Aussicht auf persönliche Vorteile besteht. Weil nur der BSBD einen Wahlvorschlag eingereicht hatte, wurden die fünf Sitze des Mitbestimmungsgremiums nach den Grundsätzen der Persönlichkeitswahl vergeben.

Folgende Kolleginnen und Kollegen erhielten die meisten Stimmen und bilden damit die Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung:

1. Sebastian Bremer (JVA Heinsberg)

2. Alexander Ziemer (JVA Bochum)

3. Thorsten Hess (JVA Aachen)

4. Desiree Schrader (JVA Werl)

5. Justin Döppke (JVA Köln)

Über die Vergabe des 5. Platzes musste das Los entscheiden, weil auf Justin Döppke und Sonja Mengeler-Pfaffen dieselbe Anzahl von Stimmen entfielen.

Bei den Ergebnissen für die Wahlen der örtlichen Jugend- und Auszubildendenvertretungen ergibt sich ein ähnliches Bild. Auch hier waren überwiegend Persönlichkeitswahlen erforderlich, weil der gewerkschaftlichen Konkurrenz die Interessen der Nachwuchskräfte wohl nicht so sehr am Herzen liegen und sie sich gar nicht erst am Urnengang beteiligten.

Von 579 Wahlberechtigten haben 277 Nachwuchskräfte ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von lediglich rd. 48 Prozent. „Auch Nachwuchskräfte haben berechtigte Interessen, die sie eigenständig in den Jugend- und Auszubildendenvertretungen zur Geltung bringen sollen. Wir werden weiter verstärkt Aufklärungsarbeit leisten müssen, um die Wahlbeteiligung zu steigern. Überhaupt kommt dem gewerkschaftlichen Nachwuchs entscheidende Bedeutung zu. Nur wenn sich ausreichend Kolleginnen und Kollegen finden, die sich für unsere gemeinsamen Interessen einsetzen, werden wir auch in der Zukunft erfolgreich sein können. In dieser Hinsicht sind wir zum Erfolg verdammt, wenn die Laufbahnen des Vollzuges eine gute Zukunft haben sollen. Bringen wir dieses Engagement nicht auf, dann sind die Konsequenzen absehbar. Auch insoweit gilt: ‚Jede Laufbahn ist insoweit ihres Glückes Schmied‘“, zog der BSBD-Landesvorsitzende Peter Brock ein erstes Fazit.

Befriedigt zeigte sich der BSBD-Chef über das insgesamt landesweit gute Ergebnis. Einmal mehr habe sich erwiesen, dass die Kolleginnen und Kollegen das ehrenamtliche Engagement der vielen BSBD-Mandatsträger auch an der Wahlurne honorierten. „Diesen Vertrauensbeweis empfinden die in die Mitbestimmungsgremien gewählten Kandidatinnen und Kandidaten des BSBD als Ermutigung, aber auch als Verpflichtung, den Interessen der Nachwuchskräfte engagiert und mit hoher Fachkompetenz die erforderliche Geltung in den Verhandlungen mit der ministeriellen Administration zu verschaffen“, gab der BSBD-Chef die künftige Marschrichtung vor. Den ausscheidenden Mandatsträgerinnen und -trägern dankte der Gewerkschafter für die in den zurückliegenden zwei Jahren geleistete erfolgreiche Arbeit und die dabei bewiesene Einsatzbereitschaft.

Der BSBD beglückwünscht alle gewählten JAV-Mandatsträger zu ihren teilweise überragenden Ergebnissen und wünscht ihnen viel Erfolg bei der Wahrnehmung ihrer vielfältigen, verantwortungsvollen Aufgaben. Gleichzeitig geht ein herzliches Dankeschön an die Kandidatinnen und Kandidaten sowie an alle, die durch ihren Einsatz und ihre Überzeugungskraft zu dem großartigen Ergebnis der JAV-Wahlen beigetragen haben.

Friedhelm Sanker

Titelfoto © Jacob Ammentorp Lund / Fotolia.de

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Von BSBD NRW

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