„Die diesjährigen JAV-Wahlen haben dem BSBD NRW beeindruckende Ergebnisse beschert und gezeigt, dass unsere Gewerkschaftsarbeit unsere Nachwuchskräfte erreicht“, freute sich BSBD-Landesvorsitzender Ulrich Biermann.

Begünstigt wurde der Erfolg allerdings, und das darf nicht übersehen werden, weil die gewerkschaftliche Konkurrenz sich offenbar aus der Vertretung der jungen Kolleginnen und Kollegen verabschiedet und auf die Einreichung von Wahlvorschlägen verzichtet hat. Damit wurde überwiegend nach den Grundsätzen der Persönlichkeitswahl gewählt.

„Wir haben auch während der aktuellen Corona-Pandemie versucht, die gewerkschaftliche Jugendarbeit an der spezifischen Interessenlage der Nachwuchskräfte des Vollzuges auszurichten. Obwohl Präsenzveranstaltungen nicht möglich waren, haben unsere Bemühungen doch die erhofften Früchte getragen“, stellte BSBD-Chef Ulrich Biermann fest.

Sachkompetenz, Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft können die Strafvollzugsbediensteten in Nordrhein-Westfalen von BSBD-Mandatsträgern erwarten. Hierauf basiert auch der Vertrauenensbeweis, der den Kandidatinnen und Kandidaten anlässlich der aktuellen Wahl ausgesprochen worden ist.

Die Beweggründe der gewerkschaftlichen Konkurrenz, sich gar nicht erst zur Wahl zu stellen, kennen wir natürlich nicht. Wir wollen in dieser Hinsicht auch nicht spekulieren. Für den BSBD NRW ist allerdings klar, dass Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten speziell für die Nachwuchskräfte des Vollzuges genutzt werden müssen, um deren Rechte sachgerecht zu gewährleisten.

Auch für die Wahl der Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung beim NRW-Justizministerium hat lediglich der BSBD NRW einen Wahlvorschlag eingereicht. Die fünf Sitze des Mitbestimmungsgremiums wurden folglich nach den Grundsätzen der Persönlichkeitswahl vergeben.

Die meisten Stimmen entfielen auf die Kolleginnen und Kollegen:

  1. Katharina Archipow (JVA Münster)
  2. Timo Würfel (JVK Fröndenberg)
  3. Jana Howad (JVA Münster)
  4. Fabian Krüger (JVA Bielefeld-Senne)
  5. Björn Mette (JVA Bochum)

Zwischenzeitlich hat sich die Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung konstituiert. Zur Vorsitzenden wurden Katharina Archipow gewählt. Mit ihrer Stellvertretung betraute das Gremium Timo Würfel und Jana Howad.

Die BSBD-Vertreter haben sich auf die Fahnen geschrieben, die spezifischen Interessen der Nachwuchskräfte bestmöglich zu vertreten. Speziell die Präsenz an den vollzuglichen Ausbildungsstätten wollen sie erhöhen, um für die Kolleginnen und Kollegen auch persönlich ansprechbar zu sein. Daneben hat der BSBD NRW die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eingerichtet, über die ausschließlich die BSBD-Vertreter in diesem Mitbestimmungsgremium erreicht werden können.

Die Wahlergebnisse der örtlichen Jugend- und Auszubildendenvertretungen waren durchweg ermutigend. Auch hier waren überwiegend Persönlichkeitswahlen erforderlich, weil sich die gewerkschaftliche Konkurrenz gar nicht erst am Urnengang beteiligt hat.

Von 719 Wahlberechtigten haben 319 Nachwuchskräfte ihre Stimmen abgegeben. „Auch Nachwuchskräfte haben berechtigte Interessen, die sie eigenständig in den Jugend- und Auszubildendenvertretungen zur Geltung bringen sollen. Wir werden verstärkt Aufklärungsarbeit leisten müssen, um die Wahlbeteiligung zukünftig zu steigern. Überhaupt kommt dem gewerkschaftlichen Nachwuchs entscheidende Bedeutung zu. Nur wenn sich ausreichend Kolleginnen und Kollegen finden, die sich für unsere gemeinsamen Interessen einsetzen, werden wir auch in der Zukunft erfolgreich sein können. Wir sind zuversichtlich, dass in Kürze wieder Präsenzveranstaltungen möglich sein werden. Dann werden wir auch wieder spezielle Angebote für den Vollzugsnachwuchs auflegen,“ zog der BSBD-Landesvorsitzender Ulrich Biermann ein erstes Fazit.

Zufrieden war der BSBD-Chef mit dem landesweit guten Ergebnis der Wahlen. Einmal mehr habe sich erwiesen, dass die Kolleginnen und Kollegen das ehrenamtliche Engagement der vielen BSBD-Mandatsträger auch an der Wahlurne honorierten. „Diesen Vertrauensbeweis empfinden die in die Mitbestimmungsgremien gewählten Kandidatinnen und Kandidaten des BSBD als Ermutigung, den Interessen der Nachwuchskräfte engagiert und mit hoher Fachkompetenz die erforderliche Geltung in den Verhandlungen mit der ministeriellen Administration zu verschaffen“, gab der BSBD-Vorsitzende die Marschrichtung vor. Den ausscheidenden Mandatsträgerinnen und -trägern dankte der Gewerkschafter für die in den zurückliegenden zwei Jahren geleistete erfolgreiche Arbeit und die dabei bewiesene Einsatzbereitschaft.

Der BSBD NRW beglückwünscht alle gewählten JAV-Mandatsträger zu ihren teilweise überragenden Ergebnissen und wünscht ihnen viel Erfolg bei der Wahrnehmung ihrer vielfältigen, verantwortungsvollen Aufgaben. Gleichzeitig geht ein herzliches Dankeschön an die Kandidatinnen und Kandidaten sowie an alle, die durch ihren Einsatz und ihre Überzeugungskraft zu dem großartigen Ergebnis der JAV-Wahlen beigetragen haben.

Friedhelm Sanker

Foto im Beitrag © BSBD NRW

zum Weiterlesen bitte hier klicken: http://www.bsbd-nrw.de/aktuelles/aktuelles-bsbd/938-jav-wahl-2021-erfolg-fuer-bsbd

Von BSBD NRW

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.